Antirutschmatten zur Ladungssicherung

Was ist eine Antirutschmatte?

Eine Antirutschmatte wird in der Fachsprache als reibungserhöhende Unterlage oder rutschhemmendes Material bezeichnet. Dementsprechend dient eine Antirutschmatte zur Erhöhung des sogenannten Reibbeiwertes. Der Reibbeiwert oder auch Gleitreibbeiwert ist ein im genormten Testverfahren ermittelter Wert, der die Kraft beziffert, die eine Antirutschmatte oder ein anderes beliebiges Material dem ungehinderten Gleiten eines anderen Gegenstandes auf ihrer Oberfläche entgegensetzt. Der vorgeschriebene Mindestwert, den eine Antirutschmatte besitzen muss um eingesetzt werden zu dürfen, beträgt 0,6μ. Dies ist der in die Berechnung der Ladungssicherung eingesetzte Wert, auch wenn der tatsächliche Wert höher ist.

Regupol® Antirutschmatten zur Ladungssicherung

Die Regupol® Antirutschmatte ist eine wesentliche Komponente der Ladungssicherung. Durch das einfache Unterlegen der rutschhemmenden Matten lässt sich der Aufwand zur Ladungssicherung deutlich verringern.

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Regupol® Hilfsmittel zur Ladungssicherung

Neben der Antirutschmatte hat BSW weitere Hilfsmittel zur Ladungssicherung: das Regupol® RHM-Kantholz und der Regupol® Gurtbandschoner. Das Zusammenspiel der drei Komponenten sorgt für einen professionellen Ladungstransport.

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Serviceleistungen

BSW bietet ein breites Spektrum an Serviceleistungen in Ergänzung zu seinen Antirutschmatten: die Regupol® easy LaSi Software, die Regupol® easy LaSi Karte, das 100-seitige Handbuch zur Ladungssicherung, eine Verwendungsanleitung usw.

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Regupol® easy LaSi Software

Mit der kostenlosen Regupol® easy LaSi Software lässt sich die Ladungssicherung mit oder ohne Antirutschmatte schnell und unkompliziert berechnen und dokumentieren. Die Daten werden direkt auf der interaktiven Internetseite eingegeben - das Ergebnis erscheint sofort.

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Der Einsatz von Antirutschmatten im Transport

Antirutschmatten dienen also der Ladungssicherung von Transportmitteln, also LKW, Auto, Bahn und Schiff. Sie werden bei Transporten von Stückgut, Behältern und Paletten eingesetzt, bei Schüttgut sind sie sinnlos. Antirutschmatten werden unter die Auflageflächen von Ladegütern gelegt und trennen diese vollständig vom Boden des Transportfahrzeugs, der meist einen deutlich geringeren Reibbeiwert hat. Weder darf die Antirutschmatte auf dem Boden verrutschen, noch die Ladung auf der Antirutschmatte. Die Auflageflächen der Ladegüter müssen vollständig auf ihr aufliegen, auch Teilflächen der Ladung dürfen den Boden nicht berühren, da dies die reibungserhöhende Wirkung der Antirutschmatte an dieser Stelle aufheben würde. Deshalb muss die Fläche jeder Antirutschmatte an die Auflageflächen angepasst werden, die Matte sollte jedoch einige Zentimeter größer sein, um die korrekte Platzierung der Ladung auf ihrer Oberfläche durch Stapler oder Kran zu erleichtern. Auch bei Verkehrskontrollen müssen die Antirutschmatten sichtbar sein, weshalb sie nicht vollständig durch die Ladung verdeckt sein dürfen. Die Ober- oder Unterseite der Antirutschmatte sollte nicht durch Substanzen verunreinigt sein, die ihre Reibkraft verringern. Kritisch sind hier nicht nur Öle und Fette, sondern auch feinkörnige Substanzen wie Sand und Staub, da sie auf vielen Antirutschmatten eine Rollwirkung verursachen. Regupol® Antirutschmatten sind gegen diesen Effekt bis zu einem gewissen Grad gefeit, da ihre porige Struktur feinkörnige Schmutzpartikel aufnehmen kann, so dass sie von der Auflagefläche der Ladung entfernt sind. Auch mit Streusalz versetztes Schmelzwasser kann die Wirkung einer Antirutschmatte stark beeinträchtigen. Die Schwerlastmatte Regupol® 1000 LSE wurde unter diesen Bedingungen getestet und ist eine der wenigen Antirutschmatten, deren Reibkraft dadurch nicht ausschlaggebend beeinträchtigt wird. Antirutschmatten können nicht unbegrenzt verwendet werden, da sie neben der Verschmutzung noch zahlreichen weiteren Einflüssen ausgesetzt sind, die ihre dauerhafte Funktionsfähigkeit beeinträchtigen. Deshalb muss sich die eingesetzte Antirutschmatte in einwandfreiem Zustand befinden. Ansonsten muss sie gegen eine neue Antirutsch Matte ausgetauscht werden. 

Der Nutzen von Antirutschmatten zur Sicherung der LKW Ladung

Ungesicherte Ladung ist eine lebensgefährliche Fracht. Selbst tonnenschwere Transportgüter können sich im Falle einer Ausweichlenkung oder einer Vollbremsung des LKW zu tödlichen Geschossen entwickeln. Antirutschmatten sind eines der wirksamsten Mittel diese Gefahr zu minimieren. So werden beispielsweise beim Niederzurren einer sechs Tonnen schweren Ladung auf einem LKW mit unterlegten Antirutschmatten nur vier Zurrgurte benötigt, ohne sie dagegen 40. Das ist kaum praktikabel. Antirutschmatten sind deshalb das Fundament der Ladungssicherung, ohne die die meisten anderen Ladungssicherungsmaßnahmen zu aufwändig sind, um noch sinnvoll zu erscheinen. Antirutschmatten werden bei allen Ladungssicherungsmethoden eingesetzt, ihr Nutzen ist immer entscheidend. Allerdings ist eine nur auf Antirutschmatten platzierte Ladung ohne sonstige Sicherungsmaßnahmen unzulässig. Ist es rechnerisch zwar möglich, dass eine Antirutschmatte eine Ladung gegen die Kräfte vorhersehbarer Fahrmanöver ausreichend sichert, bietet sie gegen Vertikalkräfte jedoch keinerlei Schutz. Diese treten auf wenn sich Fahrzeuge auf unebenen Fahrbahnen befinden oder Hindernisse überfahren. Deshalb dürfen Antirutschmatten stets nur in Kombination mit anderen Ladungssicherungsmethoden eingesetzt werden. 

Qualitätsmerkmale einer Regupol® Antirutschmatte

Eine Antirutschmatte zeichnet sich in erster Linie durch ihren ausreichenden und klar definierten Gleitreibbeiwert von 0,6 µ aus. Eine Regupol® Antirutschmatte übertrifft mit ihrer Qualität diesen Wert meist weit. Allerdings beziehen sich diese Werte auf praxisnahe Testreihen, die jedoch nicht in der Lage sind, alle auftretenden Bedingungen im Fahrbetrieb abzubilden. So verändern Außentemperatur, Feuchtigkeit, Verschmutzung und vor allem die sogenannten Reibpartner die rutschhemmenden Eigenschaften einer Antirutschmatte auf vielfältige Weise. In der Regel sind Regupol® Antirutschmatten bei vorschriftsgemäßer Verwendung jedoch in der Lage, jeden Stückguttransport im Zusammenspiel mit den sonstigen erforderlichen Sicherungsmethoden zuverlässig zu sichern.

Regupol® Antirutschmatten haben allerdings noch andere Eigenschaften, die die Wirksamkeit der Ladungssicherungsmaßnahmen unterstützen:

  • Ihre Zugfestigkeit und Reißdehnung ihres Materials sind sehr hoch, was sie bei Horizontalkräften (Rutschbewegungen oder Be- und Entladevorgänge) nicht so schnell zerreißen lässt.
  • Ihre Temperaturbeständigkeit macht sie bei allen Klimaverhältnissen einsatzfähig.
  • Ihre porige Struktur lässt Flüssigkeiten durchsickern und nimmt bis zu einem gewissen Grad Schmutzpartikel auf.
  • Jede Regupol® Antirutschmatte hat eine klar definierte Maximalbelastung. Dadurch lässt sich verhindern, dass das Gewicht der aufliegenden Transportgüter sie so stark zusammendrückt, dass sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen kann.

Mit diesen Eigenschaften machen wir als Hersteller unsere Regupol® Antirutschmatten zu hochwertigen Ladungssicherungsmitteln, die die Ökomomie und Sicherheit von Stückgut-Transporten ausschlaggebend erhöhen.

Übersicht Regupol® Antirutschmatte

Regupol® 7210 LS plus ist die meist verkaufte Antirutschmatte von BSW. Bei einem guten Preis-Leistungsverhältnis ist sie für die Mehrzahl durchschnittlicher Transporte geeignet. Regupol® 7210 LS plus hat sich seit vielen Jahren bewährt und ist die reibungserhöhende Unterlage, die von sehr vielen Transporteuren und Verladern standardmäßig eingesetzt wird.
Anwendungsgebiete
Maximalbelastung 250 t/m² = 2,50 N/mm² bei 8 mm Dicke
Die Antirutschmatte Regupol® 9510 RHS plus kann stärker belastet werden als Regupol® 7210 LS plus. Ihre Maximalbelastung liegt bei 3,0 N/mm². Sie wird in Transporten eingesetzt, in denen herkömmliche Antirutschmatten auf SBR/NBR-Basis aufgrund von möglichen schwarzen Abfärbungen nicht sinnvoll sind.
Anwendungsgebiete
Maximalbelastung 300 t/m² = 3,0 N/mm² bei 8 mm Dicke
Regupol® 1000 LSE ist ein Premiumprodukt. Die Antirutschmatte eignet sich für Belastungen bis 6,30 N/mm² und damit für Schwertransporte. Im Rahmen einer groß angelegten Untersuchung wurden verschiedene Antirutschmatten in der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) durch das Institut TUL-LOG, Dresden, auf ihre Wintertauglichkeit getestet. Zusammen mit einer einzigen anderen Matte erreichte Regupol® 1000 LSE unter Winterbedingungen Gleitreibbeiwerte über 0,6 µ. Regupol® 1000 LSE wurde dabei einer Natriumchlorid-Sole als Simulation von mit Streusalz versetztem Schmelzwasser und einer Temperatur von - 15 C ausgesetzt. Mit diesem Ergebnis ist Regupol® 1000 LSE die wahrscheinlich einzige Antirutschmatte, die sich bei winterlichen Bedingungen für jeden Transport bis hin zu Schwerlasten eignet.
Anwendungsgebiete
Maximalbelastung 630 t/m² = 6,30 N/mm² bei 8 mm Dicke

Beschleunigungskräfte bei Transporten

Regupol® Anti-Rutschmatten und -streifen

Die Reibungskraft FF einer Antirutschmatte wirkt einer Ladungsverschiebung entgegen und wird physikalisch wie folgt beschrieben:

FF  = µ · FG
FG = Gewichtskraft
µ   = Gleitreibbeiwert
m  = Masse
g   = Erdbeschleunigung
FG = m · g


Den Differenzbetrag zwischen Massenkraft FM und Reibungskraft FF bezeichnet man als Sicherungskraft FR:

FR = Fx,y - FF

Die Sicherungskraft FR ist die Kraft, die von den Sicherungsmitteln nach vorn aufgenommen werden muss. Korrekte Ladungssicherung wird durch ein Gleichgewicht der beim Fahrbetrieb wirkenden gegensätzlichen Kräfte erreicht.

Die Ladungssicherung ist ausreichend, wenn die Summe der Reibungskraft FF und der Sicherungskraft FR mindestens so groß ist wie die Massenkraft FM. Die Reibungskraft wird durch Antirutschmatten erhöht, die Sicherungskraft durch Zurrmittel und andere Sicherungsmittel.

Ladungssicherung = Reibungskraft + Sicherungskraft

Die Ladung muss nur für den normalen Fahrbetrieb gesichert werden, nicht für einen Verkehrsunfall. Zum normalen Fahrbetrieb gehören auch Vollbremsungen, starke Ausweichmanöver und schlechte Wegstrecken.

Folgende Kräfte können im normalen Fahrbetrieb auftreten:

  • In Fahrtrichtung maximal 0,8 g, das entspricht 80 % des Ladungsgewichtes.
  • Zu den Seiten maximal 0,5 g, das entspricht 50 % des Ladungsgewichtes.
  • Nach hinten maximal 0,5 g, das entspricht 50 % des Ladungsgewichtes.

Beispiel: Ermittlung der Vorspannkraft mit und ohne Antirutschmatten

Antirutschmatten zur Ladungssicherung

Bei einer Vorspannkraft von 500 daN je Zurrgurt benötigt man hier ohne Antirutschmatten 40 Zurrgurte. Setzt man Antirutschmatten ein verringert sich die Anzahl auf 5 Zurrgurte.

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