Trittschalldämmung unter Estrich

Wirksame Trittschalldämmung auch bei hoch belasteten Bodenkonstruktionen

Viele Bodenkonstruktionen müssen höchste Belastungen aushalten, aber gleichzeitig einen guten Schallschutz bieten. Für diese divergierenden Ziele hat BSW Regupol® und Regufoam® zur Trittschalldämmung unter Estrich entwickelt. Es sind ständige Flächenlasten von 25, 30 bzw. 50 kN/m² möglich. Die Zusammendrückbarkeit nach DIN EN 12431 ist für die BSW-Produkte mit c = 1,0 mm bzw. = 2,0 mm sehr gering. Zudem federt die Regupol®- und Regufoam® Dämmung annähernd auf die Ausgangsdicke zurück. Regupol® und Regufoam® Estrichdämmung zeigt unter hohen statischen und dynamischen Lasten eine außerordentliche Stabilität und Langlebigkeit für eine gezielte Trittschalldämmung unter Estrich.

Dabei ist der Aufbau der meisten gegen Trittschall gedämmten Bodenkonstruktionen mehr oder weniger gleich:

Rohbetondecke, Regupol® oder Regufoam® Trittschalldämmung, Estrich, Bodenbelag.

Bei den Produkten Regupol® sound 47 und Regufoam® sound 10 ist zwischen Trittschalldämmung und Estrich noch eine PE-Folie als Trennlage notwendig. Sie vermeidet ein Eindringen des feuchten Estrichs in die Estrichdämmung, was Schallbrücken hervorrufen könnte. Die anderen beiden Trittschalldämmbahnen von BSW, Regupol® sound 17 und Regupol® sound 12, haben eine aufkaschierte Alu-Triplex Folie, was die zusätzliche Verlegung der PE-Folie überflüssig macht. Da sie in Platten ausgeliefert werden, zeichnen sich diese beiden Estrichdämmbahnen auch dadurch aus, dass sie ohne großen Kraftaufwand schnell verlegt werden können.

Da die meisten Materialien zur Trittschalldämmung unter Estrich jedoch nur maximale Dauerlasten im einstelligen kN-Bereich aufnehmen können, stellt sich die Frage wie es möglich ist, wirksame, dauerhafte Trittschalldämmung, Estrich und hohe statische und dynamische Lasten auf einen Nenner zu bringen.

Hohe Trittschalldämmung, Estrich unter hoher Belastung: Wie ist das vereinbar?

Die DIN 4109 definiert die Anforderungen an den Schallschutz im Hochbau. Neben Werten zum Schutz vor Luftschallübertragungen, Installationsgeräuschen, Geräuschen haustechnischer Anlagen, Geräuschen aus Betrieben und gegen Außenlärm setzt sie auch Anhaltswerte, die den Schutz, die auch eine Trittschalldämmung unter Estrich gewährleisten muss, quantifizieren. Die Norm definiert somit die Mindestanforderungen, um Menschen in Aufenthaltsräumen vor unzumutbaren Belästigungen zu schützen.

Zusätzlich regelt die DIN 4109 das Verfahren zum Nachweis des geforderten Schallschutzes. Das exakte Schallschutzniveau ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht eindeutig geregelt und muss von Fall zu Fall gesondert vereinbart werden. Als Richtwerte lassen sich beispielsweise die Werte der DIN 4109 Beiblatt 2 „erhöhter Schallschutz“ heranziehen.

Demnach empfiehlt die Norm im Beiblatt 2 einen Trittschallpegel von maximal 46 dB im zu schützenden Raum für einen erhöhten Schallschutz“. Im Bestreben, diese Grenzwerte nicht zu überschreiten, gelangen zahlreiche Maßnahmen zur Trittschalldämmung unter Estrich, vor allem in Räumen mit hohen Belastungen des Bodens, an ihre Grenzen. Denn übliche, genormte Trittschalldämmstoffe müssen, um hohe Lasten aufnehmen zu können, sehr steif werden. Falls hohe Tragfähigkeiten gefordert werden, reduzieren sich deren Werte zur Trittschalldämmung.

Eine unter solchen Gegebenheiten wirksame Estrichdämmung muss u. a. zwei Eigenschaften aufweisen, die sich durchaus konträr zueinander verhalten können:

  • hohe Druckbelastbarkeit zur Gewährleistung dauerhafter Stabilität
  • bei gleichzeitig sehr hohen Trittschallverbesserungsmaßen

Die progressiven Federkennlinien von Regupol® sound und Regufoam® sound minimieren die Gefahr des Abreißens von Fugen, da das Material bei enormer Überbelastung versteift.

Um den hohen Lasten eine entsprechende Stabilität entgegenzusetzen, muss der Estrich bzw. die Betonscheibe, speziell in Rand- und Eckbereichen, entsprechend bewehrt werden. Für die Dimensionierung sind gleichbleibende technische Daten, verifiziert in einer laufenden werkseigenen Produktionskontrolle, immens wichtig, da sie die Basis für den Fachplaner bilden. BSW stellt diese Daten zur Verfügung und sichert sie zu.

Eine hohe Trittschalldämmung, Estrich unter hoher Belastung und die Dauerhaftigkeit der Dämmmaßnahme widersprechen sich also nicht. Vielmehr sind in Regupol® und Regufoam® Estrichdämmung Materialeigenschaften vereint, die sich sonst häufig gegenseitig ausschließen:

  • Regupol® und Regufoam® sound Trittschalldämmung unter Estrich ist dauerelastisch und federt auch nach hoher Belastung weitgehend auf seine ursprüngliche Dicke zurück.
  • Auch unter hohen Lasten wird die Materialstruktur von Regupol® und Regufoam® sound nicht beschädigt, sodass die ursprünglichen Trittschalldämmwerte langfristig erhalten bleiben.
  • Und schließlich haben die Materialien zur Trittschalldämmung unter Estrich von BSW noch eine Eigenschaft, die vielen Bausituationen, insbesondere auch Sanierungen sehr entgegenkommt: Im Verhältnis zu ihrer außergewöhnlichen Leistungsfähigkeit haben sie eine sehr geringe Dicke von nur 8 bzw. 17 mm.
Weitere Produkte von BSW in Verbindung mit Trittschalldämmung unter Estrich

Maßnahmen zur Schwingungsisolierung sind in Planung und Thematik oft eng mit anspruchsvollen Maßnahmen zur Trittschalldämmung verbunden. BSW ist einer der führenden Hersteller von Produkten zur Schwingungstechnik und bietet eine breite Palette an Produkten, die diesem Zweck dienen.

Auf der Grundlage seiner Kenntnisse zur Trittschalldämmung ist BSW in der Lage, im Bereich Fallschutz für Kinderspielflächen auf Flachdächern und Terrassen bauakustische Aspekte zu berücksichtigen. Deshalb kann der BSW Kundenberater bei der Planung solcher Flächen Auskunft über diese Fragestellung geben.

Häufig werden Regupol® Bautenschutzmatte von BSW zusammen mit schwingungsisolierenden oder gebäudeakustischen Elastomeren von BSW auf Flachdächern installiert. Hierbei dürfen keinesfalls die ähnlich aussehenden Regupol® Bautenschutzmatten als Ersatz für trittschalldämmende Produkte von BSW verwendet werden! Eklatante Baumängel und Reklamationen könnten die Folge sein. Zur Kombination von Bautenschutz und Schwingungsisolierung oder Trittschalldämmung auf Flachdächern gibt BSW gerne Auskunft.

Häufig beschäftigen sich die Verantwortlichen in der Bauindustrie auch mit Transportfragen. Deshalb möchten wir hier auf die Regupol® Antirutschmatten zur Ladungssicherung aufmerksam machen.

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• Trittschallminderung ΔLW ≥ 22 dB• Max. Dauerlast bis 3.000 kg/m² (30 kN/m²)• Dynamische Steifigkeit s't ≤ 47 MN/m³• Dicke 8 mm• Bauaufsichtliche Zulassungs-Nr. Z-23.21-1694
Anwendungsgebiete
Trittschalldämmung Estrich: hohe Belastung
• Trittschallminderung ΔLW ≥ 26 dB• Dicke 17 mm• Max. Dauerlast bis 5.000 kg/m² (50 kN/m²)• Bauaufsichtliche Zulassungs-Nr. Z-23.21-1741• Dynamische Steifigkeit s't ≤ 17 MN/m³
Anwendungsgebiete
Trittschalldämmung Estrich: sehr hohe Belastung
• Trittschallminderung ΔLW ≥ 35 dB• Dicke 17 mm• Max. Dauerlast bis 3.000 kg/m² (30 kN/m²)• Bauaufsichtliche Zulassungs-Nr. Z-23.21-1935• Dynamische Steifigkeit s't ≤ 12 MN/m³
Anwendungsgebiete
Trittschalldämmung Estrich: hohe Belastung
• Trittschallminderung ΔLW ≥ 34 dB • Dicke 17 mm• Max. Dauerlast bis 2.500 kg/m² (25 kN/m²)• Bauaufsichtliche Zulassungs-Nr. Z-23.21-1905• Dynamische Steifigkeit s't ≤ 10 MN/m³
Anwendungsgebiete
Trittschalldämmung Estrich: hohe Belastung

Die wichtigsten Werte

Produkt ΔLw max. Dauerlast dynamische Steifigkeit Dicke
Regufoam® sound 10 ≥34 dB 2.500 kg/m² (25 kN/m²) s't ≤10 MN/m³ 17 mm
Regupol® sound 12 ≥35 dB 3.000 kg/m² (30 kN/m²) s't ≤12 MN/m³ 17 mm
Regupol® sound 17 ≥26 dB 5.000 kg/m² (50 kN/m²) s't ≤17 MN/m³ 17 mm
Regupol® sound 47 ≥22 dB 3.000 kg/m² (30 kN/m²) s't ≤47 MN/m³ 8 mm